ARMUTDEUTSCHLAND
Was sie bedeutet
Destatis · Bevölkerungsvorausberechnung 2021

Demografie in Deutschland

Deutschland altert, seine Bevölkerung wächst nur noch durch Zuwanderung, und zwischen Ballungsräumen und ländlichen Regionen wachsen die Unterschiede. Diese Seite erschließt die demografischen Entwicklungen nach Themen — mit Daten, Analysen und weiterführenden Artikeln.

Auf einen Blick

84,4 Mio.
Einwohner in Deutschland (2022)
1,46
Kinder je Frau — Gesamtfertilitätsrate 2022
83,2 / 78,3
Jahre Lebenserwartung Frauen / Männer
23 %
Bevölkerung 65+ (2022)
29 %
65+-Anteil in Prognose für 2070

Städte, Regionen und Dichte

Bevölkerungsverteilung zwischen Ballungsräumen und ländlichen Regionen, Stadtstaaten und Flächenländer.

Haushalte und Lebensformen

Singles, Familien, Mehrpersonenhaushalte — wie Menschen in Deutschland zusammenleben.

Häufige Fragen zur Demografie

Schrumpft die Bevölkerung in Deutschland?+
Ohne Zuwanderung würde die Bevölkerung deutlich schrumpfen — die Geburtenzahl liegt seit Jahrzehnten unter der Sterbezahl. Zuwanderung hat diesen Rückgang bislang ausgeglichen oder überkompensiert. Ob das langfristig anhält, hängt von politischen Entscheidungen und globalen Entwicklungen ab.
Wie alt ist die Bevölkerung Deutschlands im Durchschnitt?+
Das Durchschnittsalter in Deutschland liegt bei rund 44 Jahren — eines der höchsten weltweit. Der Anteil der über 65-Jährigen beträgt gut 23 Prozent und soll laut Prognosen bis 2070 auf etwa 29 Prozent steigen.
Warum ist die Geburtenrate so niedrig?+
Mehrere Faktoren wirken zusammen: später Berufseinstieg, steigende Bildungsdauer, hohe Lebenshaltungskosten, Fachkräftemangel bei Kita-Plätzen und ein Lohnunterschied zwischen Eltern- und Kinderlosenbiografien. Kulturelle Faktoren und wirtschaftliche Unsicherheit spielen ebenfalls eine Rolle.
Schrumpfen bestimmte Bundesländer besonders stark?+
Ja. Vor allem Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen verzeichnen seit der Wiedervereinigung erhebliche Bevölkerungsverluste durch Abwanderung und geringe Geburtenzahlen. Baden-Württemberg, Bayern und Hamburg hingegen wachsen — vor allem durch Zuzug.
Was bedeutet demografischer Wandel für den Sozialstaat?+
Mehr ältere und weniger erwerbsfähige Menschen erhöhen den Druck auf Rentenversicherung, Kranken- und Pflegekasse. Die Beitragszahler müssen für eine wachsende Zahl Leistungsempfänger aufkommen. Das ist eine der zentralen Herausforderungen der deutschen Sozialpolitik in den kommenden Jahrzehnten.