ARMUTDEUTSCHLAND
Was sie bedeutet

Sozialleistungen

Sozialleistungen in Deutschland

Das Bürgergeld ist die Grundsicherung für Menschen, die sich nicht selbst versorgen können. Wie funktioniert das System — und wo liegen seine Grenzen?

~5,5 Mio.

Bürgergeld-Empfänger

563 €

Regelsatz (2024)

1,7 Mio.

betroffene Kinder

25 %

der Empfänger unter 15 Jahren

Das Bürgergeld — seit Januar 2023 der Nachfolger des Arbeitslosengeldes II — sichert Menschen das Existenzminimum, die nicht in der Lage sind, sich durch eigene Arbeit selbst zu versorgen. Der Regelsatz von 563 Euro monatlich für eine Einzelperson deckt Lebensmittel, Kleidung, Haushaltsgegenstände und Freizeitbedarf ab. Hinzu kommen in der Regel die tatsächlichen Kosten für Unterkunft und Heizung sowie Kranken- und Pflegeversicherung.

Neben dem Bürgergeld gibt es weitere Leistungen: Wohngeld für Haushalte mit niedrigem Einkommen, Kinderzuschlag für Familien, die knapp über der Bürgergeld-Grenze liegen, und BAföG für Studierende. Die geplante Kindergrundsicherung soll Leistungen für Kinder bündeln und unbürokratischer zugänglich machen. Die Grenzen des Systems zeigen sich dort, wo Leistungen nicht abgerufen werden: aus Unkenntnis, Scham oder wegen bürokratischer Hürden.

Primärquelle

Sozialbericht 2024 der Bundesregierung — der umfassendste amtliche Bericht zur sozialen Lage in Deutschland, herausgegeben vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS). Alle Statistiken und Armutsdaten auf dieser Seite beziehen sich, sofern nicht anders angegeben, auf diesen Bericht.

Weitere Quellen: Bundesagentur für Arbeit, Statistik 2024; BMAS, Bürgergeld-Bericht 2024; Paritätischer Gesamtverband

Stand: 2025