Integration & Sozialstruktur

Nachkommen von Migranten in Deutschland: Junge Generation mit Potenzial und strukturellen Huerdeln

Die Kinder und Enkelkinder von Einwanderern sind im Schnitt 20 Jahre alt, wachsen in Deutschland auf und besuchen deutsche Schulen. Trotzdem stoesst ihre Generation auf Hindernisse, die nicht allein mit individuellen Entscheidungen erklaert werden koennen. Was die Zahlen zeigen — und was sie bedeuten.

Schluesseldaten im Ueberblick

20,3
Durchschnittsalter der Nachkommen von Migranten in Deutschland (2023)
47,2
Durchschnittsalter von Personen ohne Einwanderungsgeschichte — mehr als doppelt so alt
38 %
Anteil mit Sekundarabschluss II bei 17- bis 45-Jaehrigen — identisch bei Nachkommen und Personen ohne Migrationshintergrund
11 %
Arbeitslosenquote bei Personen mit Migrationshintergrund (vs. 5 % ohne)
41 %
Anteil in mittleren oder hoeheren Angestelltenberufen bei Personen mit MH (vs. 51 % ohne)

Wenn Statistiken ueber Bildung und Beruf nach Migrationshintergrund verglichen werden, entsteht leicht ein schiefes Bild. Denn ein entscheidender Faktor wird dabei oft uebergangen: das Alter. Die Nachkommen von Einwanderern — also die in Deutschland geborenen Kinder und Enkel von Zugezogenen — sind im Schnitt Anfang zwanzig. Viele sitzen noch in der Schule oder absolvieren eine Ausbildung. Wer ihre Bildungsabschluesse mit denen einer Bevoelkerungsgruppe vergleicht, deren Durchschnittsalter bei fast 50 Jahren liegt, zieht damit automatisch einen verzerrten Vergleich. Um die Lage dieser jungen Generation wirklich zu verstehen, braucht es einen differenzierteren Blick.

Wer sind die Nachkommen von Migranten?

Als Nachkommen von Migranten gelten Personen, die selbst in Deutschland geboren wurden, bei denen aber mindestens ein Elternteil eine Einwanderungsgeschichte hat. Sie werden statistisch von den selbst Eingewanderten unterschieden und bilden eine eigene Gruppe: die sogenannte zweite Generation. Ihr Durchschnittsalter lag 2023 bei 20,3 Jahren — ein Wert, der unmittelbar erklart, warum so viele von ihnen sich noch in schulischer oder beruflicher Ausbildung befinden.

Zum Vergleich: Selbst Eingewanderte sind im Schnitt 43,1 Jahre alt, Personen ohne Einwanderungsgeschichte sogar 47,2 Jahre. Diese Altersdifferenz von mehr als 25 Jahren ist keine Randnotiz — sie ist der Schlussel zum Verstaendnis fast aller soziodemografischen Unterschiede, die in den Daten sichtbar werden. Mehr Ledige, mehr Menschen in Ausbildung, weniger Rentnerinnen und Rentner: Das folgt zwingend aus der Altersstruktur, nicht aus kulturellen oder ethnischen Eigenschaften.

Begriffsklarung

Nachkommen
In Deutschland geborene Personen mit mindestens einem eingewanderten Elternteil — statistische Bezeichnung fuer die zweite Migrantengeneration.
Einwanderungsgeschichte
Oberbegriff fuer alle, die selbst eingewandert sind oder deren Eltern eingewandert sind.
Migrationshintergrund
Weiterer Begriff: umfasst Eingewanderte, Nachkommen, Spaetaussiedler und Eingebuergerte.
Kurzantwort: Nachkommen von Migranten sind in Deutschland geborene Kinder und Enkel von Eingewanderten. Ihr Durchschnittsalter liegt 2023 bei 20,3 Jahren — weit unter dem der Bevoelkerung ohne Einwanderungsgeschichte (47,2 Jahre). Diese Altersdifferenz praegt alle weiteren Vergleiche grundlegend.

Bildungsabschluesse: Wo stehen die Nachkommen wirklich?

Ein pauschaler Vergleich der Bildungsabschluesse zwischen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund fuehrt in die Irre. Sobald man die Altersgruppen einzeln betrachtet, verschwindet ein Grossteil der scheinbaren Unterschiede. In der Gruppe der 17- bis 45-Jaehrigen zum Beispiel halten rund 38 Prozent der Nachkommen von Migranten einen Abschluss des Sekundarbereichs II — also Abitur, Fachabitur oder einen vergleichbaren Abschluss. Bei gleichaltrigen Personen ohne Migrationshintergrund liegt dieser Anteil ebenfalls bei etwa 38 Prozent. Kein messbarer Unterschied.

Aehnlich sieht es bei den Hochschulabschluessen aus. Ob Bachelor, Master oder Promotion: Der Anteil liegt bei Nachkommen von Migranten bei rund 25 Prozent, bei Personen ohne Migrationshintergrund bei 26 Prozent. Auch hier: statistisch kaum unterscheidbar. Die oft kolportierte Bildungsluecke zwischen den Generationen existiert in dieser Altersgruppe also nicht in der Form, wie sie in der oeffentlichen Debatte haeufig dargestellt wird.

Bemerkenswert sind dabei auch die Unterschiede innerhalb der Gruppe der Nachkommen selbst. Personen, deren Eltern aus Osteuropa stammen, weisen im Schnitt besonders haeufig hohere Bildungsabschluesse auf — ein Hinweis darauf, wie stark das Herkunftsland der Eltern die Bildungswege der Kinder mitpraegt. Das hat mit dem Bildungsniveau und den sozialen Netzwerken der ersten Generation zu tun, nicht mit nationaler Zugehoerigkeit an sich.

Was bei Gefluechteten anders ist

Eine Ausnahme bildet die Gruppe der Gefluechteten und ihrer Kinder. Viele von ihnen hatten Bildungswege, die durch Krieg, Flucht und erzwungene Unterbrechungen gepragt wurden. Wer mitten in der Schullaufbahn fliehen musste, kommt mit lueckenhaften Qualifikationen an — was in keiner einfachen Statistik abgebildet wird. Diese unterbrochenen Bildungsbiografien erklaeren einen Teil der beobachteten Unterschiede bei den formalen Abschluessen, koennen aber nicht als allgemeingueltiges Muster auf alle Nachkommen uebertragen werden.

Kurzantwort: Bei einem altersbereinigten Vergleich haben Nachkommen von Migranten und Gleichaltrige ohne Migrationshintergrund nahezu identische Bildungsabschlussquoten im Sekundar- und Tertiaerbereich. Unterschiede entstehen vor allem durch unterbrochene Bildungswege bei Gefluechteten und durch das Bildungsniveau der Elterngeneration.

Berufliche Eingliederung: Zwischen Aufstieg und Benachteiligung

Der Blick auf den Arbeitsmarkt zeigt ein komplexeres Bild. Etwas mehr als die Haelfte der Personen ohne Migrationshintergrund — naemlich 56 Prozent — war 2021 in Vollzeit erwerbstaetig. Bei Menschen mit Migrationshintergrund waren es 50 Prozent. Ein Unterschied von sechs Prozentpunkten, der allerdings nicht automatisch auf Diskriminierung schliessen laesst. Die juengere Altersstruktur der Nachkommen bedeutet: Ein grosser Teil ist noch in der Ausbildung, also noch gar nicht vollzeitbeschaeftigt — und zaehlt damit in dieser Statistik nicht zur erwerbstaetigen Bevoelkerung.

Deutlicher ist der Unterschied bei den beruflichen Positionen: 51 Prozent der Beschaeftigten ohne Migrationshintergrund arbeiten als mittlere oder hoehere Angestellte. Bei Personen mit Migrationshintergrund sind es 41 Prozent. Hier zeigt sich eine strukturelle Ungleichheit, die sich nicht allein durch Alterseffekte erklaeren laesst. Menschen aus Suedwesteuropa, Spaetaussiedlerinnen und Spaetaussiedler sowie Menschen aus Osteuropa sind dabei vergleichsweise haeufig in mittleren und hoeheren Positionen vertreten. Bei Gefluechteten hingegen liegt dieser Anteil bei nur fuenf Prozent — was vor allem die Kuerze der Zeit nach der Ankunft und die Schwierigkeiten der Anerkennung auslaendischer Qualifikationen widerspiegelt.

Beamtenberufe bleiben fuer viele Menschen mit Migrationshintergrund systematisch verschlossen, da sie die deutsche oder eine andere EU-Staatsangehoerigkeit voraussetzen. Das schliesst einen relevanten Teil der Nachkommen — vor allem jene, die noch keine Einbuergerung erhalten haben — strukturell aus einem ganzen Berufsfeld aus, das zudem besonders gute Sozialleistungen und sichere Beschaeftigung bietet.

Kurzantwort: Menschen mit Migrationshintergrund sind seltener in mittleren und hoeheren Angestelltenpositionen beschaeftigt als Personen ohne (41 % vs. 51 %). Die Arbeitslosenquote liegt mit 11 % doppelt so hoch wie bei Personen ohne Migrationshintergrund (5 %). Diese Unterschiede erklaeren sich nur teilweise durch Altersstruktur — strukturelle Hindernisse spielen ebenfalls eine Rolle.

Sozialleistungen und Einkommensquellen: Was die Zahlen sagen

Ein weiterer Unterschied betrifft die Hauptquellen des Lebensunterhalts. Bei Personen ohne Einwanderungsgeschichte beziehen 5,6 Prozent ihren Lebensunterhalt ueberwiegend aus Sozialleistungen. Bei Personen mit Einwanderungsgeschichte liegt dieser Anteil hoeher — wobei auch hier die Altersstruktur eine wichtige Erklarungsvariable ist. Juengere Menschen in Ausbildung erhalten haeufiger Unterstuetzung aus oeffentlichen Mitteln, etwa durch Ausbildungsfoerderung oder Buergergeld waehrend des Uebergangs. Das ist kein Zeichen von Passivitaet, sondern Ausdruck der Lebensphase, in der sich ein Grossteil dieser jungen Gruppe befindet.

Groessere Unterschiede werden sichtbar, wenn man sich spezifischere Einkommensquellen anschaut — also etwa die Frage, wer seinen Lebensunterhalt ueberwiegend durch Unterstuetzung von Familienangehoerigen bestreitet. Auch hier spielen Altersstruktur und familiare Netzwerke eine Rolle: Junge Menschen leben haeufiger im Familienverbund und sind staerker auf gegenseitige Unterstuetzung angewiesen.

Wer von Bildungsarmut oder eingeschrankten Chancen auf dem Arbeitsmarkt betroffen ist, lauft Gefahr, langfristig in Einkommensarmut zu geraten. Das gilt fuer Nachkommen von Migranten ebenso wie fuer andere Gruppen — aber ihre Ausgangsbedingungen sind durch strukturelle Faktoren oft schwieriger.

Kurzantwort: Der Anteil derjenigen, die ihren Lebensunterhalt ueberwiegend aus Sozialleistungen beziehen, ist bei Personen mit Einwanderungsgeschichte hoeher als bei Personen ohne. Ein wesentlicher Teil dieser Differenz erklaert sich durch die juengere Altersstruktur und die damit verbundene haeufigere Teilnahme an Bildungs- und Ausbildungsprozessen.

Was strukturelle Benachteiligung bedeutet — und was nicht

Haeufig werden Unterschiede in Bildung und Beruf als Versagen der Betroffenen interpretiert. Die Daten erzaehlen eine andere Geschichte. Der wichtigste Schritt zum Verstaendnis ist, zwischen erklarbaren und unerklaerten Unterschieden zu trennen. Erklarbar sind viele Unterschiede durch Altersstruktur, unterbrochene Bildungswege oder juengere Ankunft in Deutschland. Unerklarbar — und damit Hinweis auf echte strukturelle Benachteiligung — bleibt der Teil, der nach Kontrolle aller dieser Faktoren bestehen bleibt.

Dazu zahlen zum Beispiel die niedrigeren Chancen auf Beamtenstellen, Diskriminierung bei Bewerbungen oder die schlechtere Anerkennung auslaendischer Qualifikationen. Wer mit einem auslaendisch klingenden Namen eine Bewerbung schickt, erhaelt nachweislich seltener eine Einladung zum Vorstellungsgespraech — das zeigen Studien aus Deutschland immer wieder. Solche Effekte betreffen auch die in Deutschland geborene zweite Generation, fuer die Deutschland das einzige Heimatland ist, das sie kennen.

Fuer Familien mit knappem Budget und Kindern in dieser Generation ist Kinderarmut ein reales Risiko. Wer in einkommensschwachen Verhaltnissen aufwaechst, hat schlechtere Ausgangsbedingungen fuer schulischen Erfolg — unabhaengig von Herkunft oder Migrationshintergrund. Entscheidend ist nicht, woher die Familie kommt, sondern in welchen oekonomischen und sozialen Strukturen sie lebt.

Kurzantwort: Strukturelle Benachteiligung zeigt sich dort, wo Nachteile auch dann bestehen bleiben, wenn Alter, Bildungsniveau und Berufserfahrung beruecksichtigt werden. Diskriminierung bei Bewerbungen, eingeschrankter Zugang zu Beamtenstellen und fehlende Anerkennung auslaendischer Qualifikationen sind konkrete Hindernisse, die unabhaengig von individuellen Leistungen wirken.

Missverstaendnisse und was die Daten wirklich zeigen

Ein verbreitetes Missverstaendnis lautet: Die zweite Generation integriert sich nicht ausreichend — das sehe man an den Bildungs- und Berufsstatistiken. Dieses Bild ist falsch. In der relevanten Altersgruppe der 17- bis 45-Jaehrigen sind die Bildungsabschluesse zwischen Nachkommen und Gleichaltrigen ohne Migrationshintergrund nahezu identisch. Die Unterschiede, die in manchen Gesamtstatistiken erscheinen, entstehen fast ausschliesslich durch die sehr verschiedenen Altersstrukturen der verglichenen Gruppen.

Ein zweites Missverstaendnis: Hohere Sozialleistungsbezugsquoten seien Zeichen mangelnden Arbeitswillens. Tatsaechlich sind viele Nachkommen schlicht noch in Ausbildung. Wer mit 19 Jahren eine Berufsausbildung macht oder studiert, wird in manchen Statistiken als nicht vollzeiterwerbstaetig erfasst — obwohl er genau das tut, was von einer gut integrierten Generation erwartet wird.

Drittens: Integration sei eine Einbahnstrasse, bei der allein die Zugewanderten Anpassungen leisten muessen. Was die Daten zeigen, ist komplexer: Strukturelle Hindernisse — von Diskriminierung ueber Qualifikationsanerkennung bis zu staatsbuergerschaftsgebundenen Berufsfeldern — liegen nicht in der Hand der Betroffenen. Sie erfordern politische und gesellschaftliche Antworten.

Themen wie soziale Teilhabe und Einkommensungleichheit sind dabei eng miteinander verbunden: Wer keinen gleichwertigen Zugang zum Arbeitsmarkt hat, ist auch in anderen Lebensbereichen eingeschraenkt — von Wohnen ueber Gesundheit bis zur politischen Teilhabe.

Kurzantwort: Das gaengigste Missverstaendnis ist, Gesamtstatistiken ohne Altersbereinigung zu interpretieren. Sobald Altersgruppen einzeln betrachtet werden, zeigen sich kaum Unterschiede in Bildungsabschluessen zwischen Nachkommen und Gleichaltrigen ohne Migrationshintergrund. Bleibende Ungleichheiten verweisen auf strukturelle, nicht individuelle Ursachen.

Haeufige Fragen zu Nachkommen von Migranten

Wie alt sind Nachkommen von Migranten in Deutschland durchschnittlich?
Das Durchschnittsalter der Nachkommen von Migranten — also der in Deutschland geborenen Kinder und Enkel von Eingewanderten — lag 2023 bei 20,3 Jahren. Zum Vergleich: Eingewanderte sind im Schnitt 43,1 Jahre, Personen ohne Einwanderungsgeschichte 47,2 Jahre alt. Diese markante Altersdifferenz ist der wichtigste Kontext zum Verstaendnis aller weiteren Unterschiede in Bildung und Beruf.
Haben Nachkommen von Migranten schlechtere Bildungsabschluesse?
Nein — nicht wenn man Gleichaltrige vergleicht. In der Altersgruppe der 17- bis 45-Jaehrigen haben rund 38 Prozent der Nachkommen einen Sekundarabschluss II, bei Gleichaltrigen ohne Migrationshintergrund ebenfalls rund 38 Prozent. Auch Hochschulabschluesse liegen mit 25 zu 26 Prozent nahezu gleichauf. Unterschiede in Gesamtstatistiken entstehen fast ausschliesslich durch die grosse Altersdifferenz zwischen den verglichenen Gruppen.
Warum ist die Arbeitslosenquote bei Menschen mit Migrationshintergrund hoeher?
Die Arbeitslosenquote bei Personen mit Migrationshintergrund liegt bei rund 11 Prozent, gegenueber 5 Prozent ohne Migrationshintergrund. Einen Teil erklaert die juengere Altersstruktur und die noch laufende Ausbildungsphase vieler Nachkommen. Darueber hinaus spielen jedoch auch strukturelle Faktoren eine Rolle: Diskriminierung bei Bewerbungen, schlechtere Anerkennung auslaendischer Qualifikationen und eingeschrankter Zugang zu bestimmten Berufsfeldern wie dem oeffentlichen Dienst.
Welche Herkunftsgruppen schneiden am Arbeitsmarkt besser ab?
Personen aus Suedwesteuropa, Spaetaussiedlerinnen und Spaetaussiedler sowie Menschen aus Osteuropa sind besonders haeufig in mittleren und hoeheren Angestelltenpositionen beschaeftigt. Am schwierigsten ist die Lage bei Gefluechteten: Nur rund 5 Prozent von ihnen arbeiten als mittlere oder hoehere Angestellte. Das liegt vor allem an den kurzen Anwesenheitszeiten in Deutschland, unterbrochenen Bildungswegen und der fehlenden Anerkennung mitgebrachter Qualifikationen.
Warum koennen Nachkommen von Migranten oft keine Beamtenstellen antreten?
Beamtenberufe setzen in Deutschland die deutsche Staatsangehoerigkeit oder die eines anderen EU-Staates voraus. Wer als Kind von Eingewanderten noch nicht eingebuergert ist, ist von diesem gesamten Berufsfeld strukturell ausgeschlossen — unabhaengig von Qualifikation oder Lebensleistung. Das betrifft unter anderem Lehrerstellen, Positionen in der Verwaltung und bei der Polizei, also Bereiche mit sicheren Beschaeftigungsverhaeltnissen und guten Sozialleistungen.
Wie verhaelt es sich mit dem Bezug von Sozialleistungen bei der zweiten Migrantengeneration?
Ein hoehrer Anteil von Personen mit Einwanderungsgeschichte bestreitet seinen Lebensunterhalt ueberwiegend aus Sozialleistungen, verglichen mit Personen ohne Einwanderungsgeschichte (dort: 5,6 Prozent). Allerdings ist ein wesentlicher Teil dieses Unterschieds auf die juengere Altersstruktur zurueckzufuehren: Viele Nachkommen befinden sich noch in Ausbildung oder Studium und erhalten dabei oeffentliche Unterstuetzung — was kein Zeichen mangelnder Integration ist, sondern normal fuer diese Lebensphase.